Warum unterstützen wir ´Bürger für Nuthetal´ die BI Fresdorfer Heide ?

Alle Gemeindevertreter der Fraktion BfN/BON/FFW haben in der Gemeindevertretersitzung im März 2017 gegen eine neue Deponie im Kiestagebau in der Fresdorfer Heide gestimmt. Die Deponie wäre die zweitgrößte im Land Brandenburg und wird für eine Laufzeit von 50 Jahren geplant. In Gesprächen mit Bürgern wurden dazu uns viele Fragen gestellt. Hier wollen wir einige davon öffentlich beantworten:

Irgendwo muss der Müll doch hin, wir machen doch alle Abfall!

Ja, die Bauschuttabfälle und Kraftwerksaschen, für die diese Deponie geplant wird, müssen entsorgt werden. In der näheren Umgebung gibt es jedoch schon 2 Deponien, die diese Abfallkategorien aufnehmen können und bereits nach den neuen gesetzlichen Regelungen ertüchtigt sind: Deponie Deetz und Deponie Schöneiche. Letztere ist besser geeignet als die geplante neue Deponie in der Fresdorfer Heide, sie hat einen Bahnanschluss.

Der Schwerlastverkehr zur Deponie betrifft uns doch gar nicht, die müssen doch „außen herum“ fahren.

Was ist „außen herum“? Die Schwerlaster müssen in jedem Fall an der Wohnbebauung von Saarmund vorbei fahren, ein Teil des Verkehrs muss durch die Arthur-Scheunert-Allee in Bergholz-Rehbrücke, ebenfalls Wohnbebauung. Außerdem wissen die Anwohner der Beelitzer Straße in Saarmund sehr genau, dass täglich Müll-LKW zur jetzt bestehenden Müllsortieranlage im Kiestagebau fahren. Das ist bereits gegenwärtig nicht erlaubt. Staut es sich auf der Autobahn nutzen die LKW Nuthetal als Durchfahrt.

Außerdem geht aus den Antragsunterlagen hervor, dass eine Lärmbelastung von 69,5 dB(A) zu erwarten ist. 70 dB(A) gelten als Gesundheitsgefährdend. Wenn, wie zu erwarten, allein die Zulieferer der BZR alle 3 Minuten durch die Ortschaften fahren, haben wir eine Dauerbelastung, die uns krank macht. Zusätzlich zum bereits vorhandenen Verkehr würden sich „Schwerlaster-Schlangen“ durch unsere Ortschaften schlängeln.

Das ist doch alles nicht so gefährlich, wie es von der BI aufgebauscht wird.

Es wird eine Deponie der Deponieklasse DK1 geplant. D.h. dort könnten mineralische Abfälle wie z.B. Bauschutt, Kraftwerksaschen und –schlacken abgelagert werden. Aschen können je nach Windstärke und –richtung überallhin fliegen, in den Wald (Naherholungsraum für Nuthetaler und Michendorfer) und nach Saarmund oder nach Tremsdorf.